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10. Juli 2017 von Monika Spanner

Die heile Welt eines Algorithmus

– Investoren sind nicht rational & allwissend
– Komplexe Systeme, wie unser Leben können nicht in eine Normalverteilung gezwängt werden

Algorithmus – was für ein schönes und Anmut ausstrahlendes arabisches Wort. Ein Algorithmus besteht aus vielen Einzelschritten, die zum Ziel haben, ein vordefiniertes Problem zu lösen. Doch wurde dieses Wort meines Erachtens zu sehr glorifiziert.

Google verfeinert seine Algorithmen immer mehr, sammelt immer mehr Daten um noch besser zu sein. Kennt mich meine Google Suchmaschine besser als ich mich selber? Nein. Ich bekomme noch lange Werbung für Webseiten die ich besucht habe. Ein Beispiel, ich suchte nach einem Geschenk. Eine Idee war ein Grillkurs gemeinsam zu machen. Noch Wochen später bekam ich Werbung einer bekannten Grillmarke. Der Algorithmus dachte also, dass ich einen Grill kaufen will? Jedenfalls hat er mir keine Geschenkideenalternativen präsentiert – die ich in Wirklichkeit gebraucht hätte. Nur eine Anekdote.

Die Algorithmen bei Google können mich nicht gut einschätzen und das selbe stimmt an den Finanzmärkten. Algorithmen können nicht in die Zukunft blicken.

1. Hinter der Theorie der effizienten Märkte steht die Annahme, dass Marktteilnehmer nur daran interessiert sind ihre Profite zu maximieren und sofort rational auf jegliche Nachricht reagieren.

Nachteil: Nicht jeder Investor agiert rational, nicht jeder hat alle Informationen und will Profite maximieren. Niemand von uns ist allwissend. Sonst würden wir in einem Roman leben.

Bei dem Ziel maximale Profitabilität dürfen Emotionen, wie Betriebszugehörigkeit, Lieblings-Fussballclub oder dass dem Anleger das umweltfreundliche Geschäftsmodell gefällt, keine Rolle spielen. In der Realität sind diese Aufzählungen bei der Anlageentscheidung dennoch präsent.

Sofort können nur wenige reagieren. Nämlich nur die die sich den ganzen Tag damit beschäftigen. Private Anleger, die nach ihrer eigenen Arbeit, sich um die Geldangelegenheiten kümmern können sich nicht „sofort“ darum kümmern.

Mit einfachen Experimenten zeigt Daniel Kahneman in seinem Buch „Thing, fast and slow“ (deutsche Version: „Schnelles Denken, langsames Denken“) wie wir in unsere Denkweise, manchmal faul sind und auch nicht alles auf den ersten Blick richtig sofort erfassen. Teilnehmer an seinem Experiment sind mehr damit beschäftigt Verluste zu begrenzen als Gewinne zu erzielen. Rational wären diese beiden Ereignisse, „ich gewinne“ und „ich verliere“ gleich zu gewichten. Doch zumeist gewinnt die Risikoaversion. In Panik verkaufen Anleger schnell und sind froh, aber gleichzeitig sind viele Anleger scheu wieder einzutreten. Wenn Anleger sich rational verhalten würden, würden sie mit der gleichen Schnelligkeit wieder in den Markt eintreten. Folglich sind Anleger nicht rational.

2. Ebenso wird davon ausgegangen, dass das Risiko normalverteilt ist. Normalverteilt bedeutet, dass „normale“ Bewegungen häufig auftreten und dass „extreme“ Bewegungen sehr unwahrscheinlich oder auch unmöglich sind.

Nachteil: Die Zukunft kann niemand vorhersagen. Quantitativ denkende Menschen wollen die Zukunft in eine mathematische Formel zwängen, dass funktioniert aber nicht.

Ja auf jeden Fall, Mathematik erleichtert uns das Leben ungemein. Wir müssen aber auch sehen, dass wir in einem komplexen System leben und nicht in einem normalverteilten. Vielleicht können wir unser Leben eines Tages mittels einer Gleichung erklären und auch vorhersehen. 2017 ist das aber noch nicht der Fall. Erkennen Sie die Grenzen.

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