12.12.2016 von Richard Forsthofer

Jahresrückblick 2016

Fazit

Bei Anleihen könnten 2017 nach dem Jahr der Zinswende in den USA auch in Europa die Zinsen merklich steigen. Hierfür braucht es keine Leitzinserhöhung und auch nicht die diesen Donnerstag beschlossene Senkung der Aufkäufe durch die EZB. Die Auswirkung wäre eine Fortsetzung des aktuellen Abwärtstrends bei den Anleihenkursen. Ebenso gut könnte eine Konsolidierung nach dem Crash  am Anleihenmarkt einsetzen oder politische Eingriffe dazu führen, dass das kommende Jahr zu einem guten für Anleihen wird und die Zinsen niedrig bleiben. Eine fundierte Prognose scheint mit Blick auf die anstehende Leitzinserhöhung in den USA und der im Vorfeld dieser Erhöhung erfolgten Entwicklung am Anleihenmarkt fast unmöglich.

Dass durch den derzeitigen Rechtsrucks ein neuer Nationalismus einkehrt und dass dieser zur oder als Erfüllung von Wahlversprechen in einigen Ländern eine eigene Währung erforderlich macht, scheint mir auf längere Sicht ein realistisches Szenario. Wer bei einem auseinanderbrechenden Euro wie für welche Schulden einstehen muss, ist vollkommen offen. Wer auf den Euro setzt oder jetzt die Sicherheit bei Geldwerten sucht, sollte den Ausgang von Wahlen und Referenden gut verfolgen und deren Auswirkungen kritisch hinterfragen. Wer Geld für sicher hält, sollte einen Blick in die Geschichte werfen. Wenn in Folge des gescheiterten Referendums in Italien gerade auch dort die Börsen ansteigen, dann sollte dies als Reaktion der Finanzmärkte auf die gesteigerte Wahrscheinlichkeit eines auseinanderbrechenden Euros gesehen werden.

Positiv für die Aktienmärkte stimmen mich die sehr problematische Lage bei Anleihen wie bei Währungen  und die noch katastrophaleren Aussichten. Weil der Phantasie, was an Problemen kommen kann, keine Grenzen gesetzt sind, kann es – für Aktien – eigentlich nur besser kommen. Wie in der Vergangenheit und auch 2016 in manchen Regionen gesehen, sind Aktien sicher vor Problemen, die Inflation und Währungen betreffen. Sie sollten schon 2017 von einer Flucht in Sachwerte profitieren.

Also ideale Verhältnisse, um Geld in Aktienfonds zu investieren? Vielleicht! Und ja, ich mache es privat als langfristig denkender Anleger so. Per heute könnten in 2017 aber auch alle anderen Anlageklassen interessant sein. Das taktische Eingehen auf Prognosen behindert eine langfristig sicher erfolgreiche Strategie.

Nach Gewinn oder auch Verlust im niedrigen einstelligen Bereich erwarte ich für defensive Anleger kommendes Jahr, dass die Verlustbringer des letzten Jahres in Summe wieder 2 – 5 % Rendite bringen. In ähnlicher Höhe sollte die Gesamtrendite defensiver Anleger liegen. Wenn ich für ein gemischtes aktienlastiges Portfolio von 3 – 8 % Wertzuwachs ausgehe, bedeutet das nicht, dass mir ein zweistelliger Zuwachs oder – unwahrscheinlicher – ein negatives Ergebnis unmöglich erscheint.

Nach einem so turbulenten Jahr wirkt irgendwie alles schwierig. Ich als Ihr Vermögensverwalter weiß aber, dass die in der Vergangenheit richtige Strategie Geld anzulegen - welche sich nicht nur in guten Zeiten sondern auch in Kriegen, bei Währungsreformen und nicht zuletzt auch in der aktuellen Finanzkrise bewährt hat - auch in Zukunft erfolgreich sein wird.  Starke Streuung bei einem möglichst hohen aber angesichts der Ziele noch vertretbaren Aktienanteil wird auch in den kommenden Jahren zum gewünschten Ergebnis führen!

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