12.07.2017 von Richard Forsthofer

Das erste Halbjahr 2017 bei Fonds

Es war ein gutes erstes Halbjahr! Einige Fondsmanager haben die sich ergebenden Chancen in Europas Aktien erkannt und das Segment übergewichtet, weshalb viele breit anlegende Aktienfonds ein sehr gutes erstes Halbjahr hatten und mit ihrer oft nicht zum Index passende Strategie starke Renditen erzielen konnten.

Sehr gut liefen auch auf Nebenwerte in Deutschland und Europa, auf die Emerging Markets, Asien oder Biotech spezialisierte Fonds. Risiko zahlte sich im ersten Halbjahr 2017 aus.

Wesentlich schwieriger als für Aktien war das Umfeld für Fonds, die in als Absicherung eingesetzte Goldwerte investierten. Hier wirkte sich ebenso wie abgemildert bei vielen weltweit denkenden defensiven Fonds ein Anstieg des Euro gegen den Dollar um fast 10 % voll aus. Schwer hatten es abermals einige Fonds, die sehr aktiv in allen Anlageklassen agieren können. Zwar konnten viele recht ordentliche Ergebnisse erwirtschaften, unter dem Strich bleibt das Ergebnis hier aber hier Großteils unter 3 %.

Auf der Negativseite besonders zu Buche schlägt Russland. Nach einem Anstieg um über 70 % im letzten Jahr ging es im ersten Halbjahr 2017 um 16 % nach unten. Ein durchschnittliches KGV von wieder unter 7 lässt Russland interessant erscheinen, auch wenn der Rückgang aktuell nicht beendet sein muss.

Insgesamt bleibt ein sehr zufriedenstellendes Plus, dessen Höhe neben der Leistung einzelner Fondsmanager und den gewählten Beimischungen ganz entscheidend vom eingegangenen Risiko abhängt. Die wenig befriedigende Rendite defensiver Anlagen ist angesichts nicht vorhandener Renditen bei Tages- oder Festgeld zwar ok. Nur sehen wir aufgrund der als Alternative wegfallenden sicheren Anleihen weiterhin Anlagenotstand in einem Teilbereich der defensiven Anlagen. Ein anderer Teilbereich kann – wie 2016 gesehen – auch merklich negativ überraschen. Der Anteil dieser Anlagen im Gesamtportfolio sollte derzeit stark gestreut und auf das wirklich Nötige beschränkt werden.

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